| Die luzernermaler – über 100 Jahre für die Luzerner Malerbranche aktiv |
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Die luzernermaler blicken auf eine über hundertjährige bewegte Verbandsgeschichte zurück. Heute präsentiert sich der grösste Malerverband der Zentralschweiz als moderner und marktorientierter Unternehmerverband, der sich für regionale und auch nationale Interessen der Malerbranche engagiert. 2002
1994 Eine neue Lehrlingswerbekampagne mit Busplakaten, Kinodias und Inseraten wird lanciert und das Malerblatt als regelmässiges Informationsbulletin eingeführt. 1993 Der Malermeisterverband Luzern und Umgebung feiert sein 100-jähriges Bestehen und gestaltet eine Fassade an der Zentralstrasse 24 in Ebikon. Im Rahmen der 1100-Jahr-Feierlichkeiten der Gemeinde Ebikon wird diese der Öffentlichkeit übergeben. 1992 Die Generalversammlung beschliesst eine Namensänderung, die auf den Gründernamen zurückgeht: Malermeisterverband Luzern und Umgebung. Infolge rückläufiger Lehrlingszahlen wird einem dreijährigen Sonderbeitrag für Berufs- und Nachwuchswerbung zugestimmt und eine Plakataktion lanciert. 1989 Im Rahmen der IMMV werden die ersten Vorarbeiterkurse in Goldau organisiert. 1988 Mit 80 Firmen wird der höchste Mitgliederbestand seit der Verbandsgründung erreicht. 1985 Neue Statuten treten in Kraft, welche den neuen Statuten des SMGV Rechnung tragen. 1984 In der IMMV beginnen Verhandlungen über die Einführung des BVG. In der Folge wird eine eigene Pensionskasse gegründet mit dem Namen PK IMMV. Mitglieder der Stiftung Malerarchiv gründen eine Genossenschaft und erwerben die Liegenschaft Zürichstrasse 81. 1983 An der Zürichstrasse 81 wird das Sekretariat des MMVLU eingerichtet. 1981 Der MMVLU tritt aus dem Gewerbeverband der Stadt Luzern aus und wechselt zum Gewerbeverband des Kantons Luzern. 1978 Einführung des Berufsbeitrages Gimafond sowie der Maler-Anlehre. 1977 Ein neues Reglement führt zur Reaktivierung der Innerschweizerischen Malermeister-Vereinigung IMMV. 1976 Aus einem Wettbewerb zur Gestaltung eines neuen Verbandslogos geht Jos. Lindenmann als Sieger hervor. Das neue Emblem soll zur Imageverbesserung des Verbandes beitragen. 1975 Im Zusammenhang mit der Aktion des SMGV "Mut zur Farbe" wird vom MMVLU die Steinenstrasse in Luzern farbig gestaltet. Zwei Jahre später - als Beitrag zur 800-Jahr-Feier der Stadt Luzern - folgt das riesige Wandbild an der Stirnfassade. Das Ergebnis dieser gelungenen Aktion ist noch heute Anziehungspunkt in Luzern. 1974 Der MMVLU beteiligt sich an der vom SMGV lancierten Aktion "Maler helfen Betagten mit der Gratisausführung von 300 Zimmern". 1972 Neue Statuten treten in Kraft. Teilnahme an einer Gewerbeausstellung in Luzern gemeinsam mit dem Landverband. Im Gewerbeschulhaus Goldau finden erstmals Einführungskurse für Lehrlinge statt. 1970 Die berufskundlichen Fächer der Malerlehrlinge werden in neuen Räumlichkeiten an der Tribschenstrasse gelehrt. Der Verband spricht für Einrichtungen einen Kredit von Fr. 6'000.-. 1965 Der MMVLU organisiert mit dem Landverband eine gemeinsame Lehrlingswerbung: Mit einem Ausstellungswagen wird der Malerberuf an Schulen im ganzen Kanton vorstellt. 1963 Der amtierende Präsident Fritz Strommayer stellt dem Verband Archivräume an der Zürichstrasse zur Verfügung. Gründung der Stiftung Malerarchiv. 1962 Es wird eine Statutenrevision beschlossen, welche die Bedingungen der Mitgliedschaft neu regelt. Die 5-Tagewoche wird eingeführt und die wöchentliche Arbeitszeit auf 47.5 Std. festgelegt. 1959 Es wird beschlossen, dass an einem Samstag pro Monat nicht mehr gearbeitet wird. Der Verband übernimmt Fronarbeiten bei der Kapellenrenovation auf Fräkmünt. 1958 Einzug der Malerlehrlinge in die neue Gewerbeschule im Luzerner Heimbachschulhaus. Der Verband leistet eine Schenkung für die Einrichtung von Fr. 1000.-. Die Lehrlingslöhne werden in diesem Jahr erhöht und die ersten Verbandsbetriebe führen die 5-Tage-Woche ein. 1952 Das Buch zum 50-Jahr-Jubiläum wird fertig. 1948 Die Nichtbetriebsunfallversicherung wird obligatorisch. 1943 Der MMVLU feiert sein 50-jähriges Bestehen. Zwischen 1942 - 1945 Durch den zweiten Weltkrieg werden die Rohstoffe knapp. Die Materialpreise steigen teilweise um über 1000%. Die Mitglieder kaufen zusammen Materialvorräte ein. 1940 Grosse Diskussionen und Verhandlungen mit dem kantonalen Baudepartement, weil dieses offenbar das geltende Submissionsgesetz nicht als Gesetz betrachtet. 1938 Nach 20 Jahren Absenz im Zentralverband tritt der MMVLU wieder dem SMGV bei. 1935 Neue Statuten werden genehmigt, die u.a. die Einführung einer Amtsdauerbeschränkung für Vorstandsmitglieder beinhalten. Die Spaltung des Verbandes infolge eines Streites kann abgewehrt werden. 1934 In Sursee wird der Malermeisterverband Luzern Land gegründet. In der Folge wird der MMVLU umbenannt in Malermeisterverband von Stadt und Kanton Luzern. 1928 Bestimmendes Thema ist die mangelhafte Ausbildung von Lehrlingen. Es wird gerügt, dass die Lehrlinge ausgenutzt und zuwenig ausgebildet würden. Es wird an das Pflichtgefühl der Meister appelliert. 1918 Wegen Uneinigkeiten erfolgt der Austritt aus dem SMGV. Zwischen 1914 bis 1917 Unregelmässige Versammlungen wegen des ersten Weltkrieges. Viele Maler sind im Militärdienst. 1912 Nach 12 Jahren Unterbruch erfolgt der Wieder-Beitritt zum Gewerbeverband der Stadt Luzern mit 32 Mitgliedern. 1908 Als Fusion der beiden Vorgängerorganisationen wird der Schweizerische Maler- und Gipsermeisterverband in Zürich gegründet - der MMVLU tritt dem neuen Zentralverband bei. In Luzern wird zusammen mit der Landschaft ein Kantonaler Malermeisterverband gegründet, dessen Exisenz jedoch schon bald mangels Aktivitäten in Frage gestellt und 1912 wieder aufgelöst wird. 1905 Die Gewerkschaft und der Verband liegen im Streit über die Löhne. Ein Schiedsgericht entscheidet wie folgt: Ein gelernter Maler erhält zwischen 50 und 55 Rappen bei einer Arbeitszeit von 9 ½ Stunden (inkl. Samstag). 1901 Die Fassadenbemalungen am Hotel Balance, am Haus Pfistern sowie an weiteren Objekten werden von Schülern der Kunstgewerbeschule ausgeführt. Der Verband protestiert beim Regierungsrat und fürchtet um seinen Ruf. 1899 Die Mitglieder beschliessen, dem Vorschlag des Bauhandwerkervereins (Gewerbeverband) für einen Arbeitsbeginn um 7 Uhr nicht Folge zu leisten. Man bleibt bei 6.30 Uhr und erklärt den Austritt aus dem Verein. 1897 Eine Einführung von einheitlichen Lehrabschlussprüfungen in der ganzen Schweiz wird diskutiert und entsprechende Beschlüsse gefasst. Der MMVLU tritt dem Luzerner Handwerkerverein (heute Gewerbeverband) bei. 1896 Streitereien unter Handwerkern gab es schon früher. Anschuldigungen über (Zitat) "Halunkereien und Schuftereien" machten die Runde. Der Mitgliederbestand wurde mit 19 angegeben. 1894 Die ersten Tarife werden beschlossen und eine sogenannte "Werkstattsordnung" - der Vorläufer der Arbeitsverträge - ausgearbeitet. 1893 Acht Malermeister versammeln sich im noch heute bekannten Restaurant Einhorn und gründen den Malermeister-Verband Luzern & Umgebung. Eine Betriebszählung zählte zu dieser Zeit im Kanton Luzern 153 Flach- und Dekorationsmaler. Schon im Vorjahr 1892 wurden die gewerbliche Berufsschule der Stadt Luzern und der Schweizerische Malermeisterverband gegründet. Als Ursprung des Verbandes gelten wohl die Zünfte, die ihre Blütezeit in der Schweiz im 16. Jahrhundert hatten. Geschichtlich erstmals erwähnt ist eine Lukas-Bruderschaft, in der sich verschiedene Künstler wie Glaser, Goldschmiede und auch Maler zusammenschlossen. Der Beruf des "Flachmalers" oder "Anstreichers", wie wir ihn in der heutigen Form kennen, war damals noch unbekannt. Mit dem Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft um 1798 wurden viele Zünfte aufgelöst und gingen in Vergessenheit. Zwischen 1850 und 1890 wurden regional und national mehrere Versuche gestartet, einen allgemeinen Handwerkerverband zu gründen - später wuchs daraus der Gewerbeverband. Verbandspräsidenten
1899 - 1903 Viktor Camanini 1903 - 1906 Emil Abry 1906 - 1908 Thomas Clavadetscher 1908 - 1910 Bernhard Theiler 1910 - 1916 Josef Viviroli 1916 - 1921 Emil Abry 1921 - 1923 Josef Viviroli 1924 - 1925 Fritz Strommayer 1925 - 1935 Emil Abry 1935 - 1941 Josef Stutz 1941 - 1947 Carl Odermatt 1947 - 1949 Walter Abegglen 1949 - 1955 Josef Viviroli 1955 - 1961 Josef Ritter 1961 - 1965 Fritz Strommayer 1965 - 1971 Willy Schlotterbeck 1971 - 1977 Josef Gino Isoardi 1977 - 1983 Karl Schneggenburger 1983 - 1989 Hans A. Michel 1989 - 1995 Janos Kantor 1995 - 2001 Charles Helfenfinger 2001 - 2007 Enrico Ercolani Seit 2007 Guido Durrer Quelle: Chronik zum 100-jährigen Bestehen des MMVLU, Verfasser: Hans A. Michel, Ebikon, 1993 |

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